Was ist MBCT?

Was ist MBCT?

Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie  – MBCT (Mindfulness Based Cognitive Therapy) wurde von Mark Williams, John Teasdale, Zindel Segal und Jon Kabat-Zinn entwickelt.
Sie ist ein Angebot für Menschen, die an Depressionen oder Angststörungen leiden und entspricht in der Struktur dem MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction).

Wir alle kennen Phasen großer Niedergeschlagenheit und Traurigkeit. Diese Gefühle können einen konkreten Auslöser haben oder auch scheinbar aus dem Nichts entstehen. Solche Phasen sind nicht unbedingt behandlungsbedürftig, sondern gehören genauso zu unserem Leben, wie intensive freudvolle und glückliche Zeiten. Wenn Niedergeschlagenheit aber zur Depression wird, dann braucht man professionelle Unterstützung.

Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung in Deutschland und inzwischen auch zu einer weltweit verbreiteten Erkrankung geworden.  Das depressive Erleben kann zu einem Automatismus werden und jegliche Freude am Leben überlagern.

Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie bietet einen guten Ansatz, diesen automatischen und sich selbstverstärkenden Prozess zu stoppen.
Der 8-wöchige Kurs ist eine Einladung zur Selbstfürsorge und unterstützt eine neue Perspektive auf sich Selbst und den Umgang mit der Erkrankung zu finden.

Das MBCT ist eine Kombination aus Achtsamkeitsübungen (Body Scan, Sitzmeditation , achtsame Körperarbeit, achtsames Gehen) und Elementen und Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie.  Es werden nicht nur Informationen  zur Depression vermittelt, sondern vor allem wird die Selbstwahrnehmung geschult. So lernen die Betroffenen,  Frühwarnsymptome der  Depression  rechtzeitig wahrzunehmen und achtsam für sich zu sorgen.
Dazu ist es notwendig, die im Kurs erlernten Übungen der Achtsamkeitspraxis in den Alltag zu integrieren. Die Achtsamkeit schult einen bewussten und wachen Umgang mit sich Selbst.
Nach dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung reduziert die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie das Rückfallrisiko um 50%.
Dass die Achtsamkeitspraxis  die Betroffenen in die Lage versetzt, aktiv auf das depressive Geschehen Einfluss zu nehmen, ist in mehreren Studien evaluiert worden  (siehe mbsr-verband.org).

MBCT eignet sich für Menschen,

  • die bereits eine oder mehrere depressive Episoden erlebt haben und nicht akut  in einer schweren depressiven Phase sind,
  • die nach oder während einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung nach einer Möglichkeit suchen, mit der sie aktiv für die eigene Stabilisierung sorgen können,
  • die Symptome depressiver Phasen frühzeitig erkennen und aktiv verkürzen oder verhindern wollen.

Der Kurs setzt ein hohes Engagement voraus:

  • Die Teilnahme an 8 Kurseinheiten (ca. 2,5 Stunden pro Einheit)
  • die Teilnahme an einem Achtsamkeitstag (6 Stunden)
  • ca. 45-60 Minuten Zeit für die  täglichen Übungen zu Hause
  • Vorgespräch und Nachgespräch mit der Kursleiterin

Die Kursteilnehmer erhalten ein Handbuch zum Kurs und 3 CDs mit Übungsanleitungen.

Für Patienten, die sich nicht in der Lage fühlen an einer Gruppe teilzunehmen, kann der Kurs auch als Einzelkurs durchgeführt werden. Weitere Informationen dazu in einem Vorgespräch per Telefon.

Kursgebühren:
Da  MBCT  von den Krankenkassen nur als  Rückfallprophylaxe und nicht als Prävention anerkannt ist, wird der Kurs finanziell nicht unterstützt und muss selbst gezahlt werden.

Die Kursgebühren richten sich nach dem Einkommen (Selbsteinschätzung, zwischen 360 – 500€).

Im Jahr 2018 habe ich keinen MBCT Kurs geplant.

 

Kursort: Hebammenpraxis Schmidtkunz, Roritzerstraße 27, 90419 Nürnberg
Vorgespräch: ca. 45 min pro Teilnehmer
Kursgebühr: richtet sich nach dem Einkommen (Selbsteinschätzung, zwischen 400 – 500€).
Teilnehmerzahl: max. 14

 

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